Tokyo III – Jimbocho (The Book District)

Das Jimbocho Viertel gilt als Viertel der Buchhandlungen. Internationale Literatur, japanische Erstausgaben, Manga-Läden. Einen dieser Buchläden wollte ich heute besuchen, er ist bekannt für seine Fotobücher. Was ich nicht wusste: das Viertel ist außerdem voller Restaurants, Garküchen und Cafés, in den Gassen und Straßen liegt der Geruch von gebratenem Fett und dunklen Brühen in seiner schweren, dichtesten Variante. Die Menschen stehen Schlange vor manchen Läden, und das schon um 12:30 Uhr. Da mein Magen seit gestern gereizt ist, fiel der Spaziergang kürzer aus als geplant. Die Komiyama Buchhandlung aber besuchte ich vorher noch. Sehr viele Bücher liegen da in wirr wirkenden Stapeln auf engstem Raum. Besonders kostbare Exemplare mit Autogrammen von Araki und anderen Größen stehen hinter Vitrinen, sie kosten um die 700 Euro und mehr. Man könnte stundenlang in diesem Laden stöbern. Im Hintergrund lief Bachs ‚Wohltemperiertes Klavier‘ – beruhigend für meinen Magen. Ausserdem aber schien mir die Musik die Zurückhaltung und das Formbewusstsein der Japaner im Alltag treffend zu spiegeln.

Pigeon English under the pictures.

The Jimbocho neighbourhood in Tokyo is well known for its book shops. What I didn’t know: it also is home of countless restaurants, which send a greasy, heavy smell of fat and other sensual pleasures to the streets. People were struggling to find a place in one of the more prestigious places. Which generally is okay for me, but today I felt a little sick in the stomach, and so my walk was shorter than I had expected. After a while I visited the Komiyama bookshop, known for its art and photo books. The shop was cramped with stacks of interesting stuff. One could rummage for hours in that shop. Bach’s ‚Well tempered Clavier‘ played in the background, and that seemed to mirror the Japanese urge for clarity and a certain restraint I‘ve experienced so far.