Padua – Anatomy of a City

Padua – Anatomy of a City

Unfortunately, I did not see the famous frescoes by Giotto. For the time of my stay, the limited access to the Capella degli Scrovegni was already fully booked. But the city has plenty of attractions to offer, not all of which need to be booked in advance. On one of my walks I met a young man whose face reminded me a little of Michelangelo’s David. He allowed me to photograph him. When I thanked him and told him that he had a nice, classic profile, he replied with a smile: ‚That makes sense, I am a model.‘ And I touched the tomb of St. Anthony and the basilica named after him too, in the very same church I admired a flaming red, almost expressionist painting, of bewitching intensity. If anyone knows who painted it, please write to me. I can’t find my notes on it anymore. But what I remember above all, more than the lectern from which Galileo taught his students or the anatomical theater of the old, venerable university, was the sober, linear architecture of the city center, which looked like a canvas backdrop for one of the barren Antonioni’s films. Padua – a city that is young and lively and exhausted and old at the same time, fascinating above all because tourism is not the dominant factor here, unlike in Verona or Venice.

Padua – Anatomie einer Stadt

Die berühmten Fresken von Giotto habe ich leider nicht gesehen. Für die Zeit meines Aufenthalts war der limitierte Zugang zur Capella degli Scrovegni bereits ausgebucht. Aber die Stadt hat viele Attraktionen zu bieten, nicht alle müssen vorher gebucht werden. Auf einem meiner Spaziergänge begegnete ich einem jungen Mann, dessen Gesicht mich an Michelangelos David erinnerte. Er erlaubte mir, ihn zu fotografieren. Als ich mich bedankte und ihm sagte, dass er ein schönes, klassisches Profil habe, entgegnete er lächelnd: ‚That makes sense, I am a model.‘ Und das Grab des Heiligen Antonius habe ich berührt, und in der nach ihm benannten Basilica auch ein flammend rotes, fast schon expressionistisch anmutendes Gemälde bewundert, von berückender Intensität. Wer weiß, von wem es stammt und wie es heißt, möge mir bitte schreiben. Ich kann meine Notizen dazu nicht mehr finden. Aber was ich vor allem erinnere, mehr als den Katheder, von dem aus Galilei seine Studenten belehrte, oder das Anatomische Theater der alten, ehrwürdigen Universität, das war die nüchterne, geradlinige Architektur der Innenstadt, die wie eine Leinwand-Kulisse für einen der kargen Filme Antonionis auf mich wirkte. Padua – eine Stadt, jung und lebendig und erschöpft und alt zugleich, und schon deswegen einen Besuch wert, weil hier der Tourismus, anders als in Verona oder Venedig, nicht die alles dominierende Größe ist.

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