Testing the Rolleiflex as a Street Camera – Cologne Funfair 2017

It’s April, time again for the Cologne Funfair. I didn’t want to bring my Rolleiflex with me, too many crowds, too much movement. I’m definitely not a Rolleiflex street shooter, just graveyards and forests with that camera: photographing objects, which can’t move too fast. But then again: I had several 120er films in my drawer that were threatened by expiration – and so I grabbed the Rollei. Weather was as often in April, it could turn around from sunny too dark and cloudy in a few seconds. As I’m used to a tiny Ricoh GR for street photography, I was swearing in the beginning , feeling as flexible as a robot might feel. But then I discovered something strange: as much as some people looked puzzled or rather fascinated and  sometimes with blank curiosity, they somehow didn’t connect this camera with the possibility of taking photos of them with that device. I assume, they haven’t yet seen the documentary about Vivian Maier. And to be honest: you can’ get that melting, that gorgeous transition to the background with a Ricoh GR.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

Es ist Ende April, Zeit für die alljährliche Kirmes in Köln Deutz. Zuerst wollte ich die Rolleiflex nicht mitbringen, zu viele Leute, zu viel Bewegung. Ich benutze die Rollei nie für Strassenfotografie, bisher habe ich sie nur im Wald oder auf Friedhöfe mitgenommen oder das ein oder andere Portrait gemacht.  Also Objekte fotografiert, die sich nicht allzu schnell bewegen können. Aber dann dachte ich an die 120er Rollfilme, die in meiner Schublade lagen und deren Haltbarkeitsdatum bald ablief – und so schlang ich mir den Tragegurt der Rolleiflex um den Nacken. Das Wetter war wie so häufig im April, es konnte innerhalb weniger Sekunden von sonnig zu dunkel und wolkig wechseln. Meist benutze ich die winzige Ricoh GR für Strassenfotografie, und so verfluchte ich anfangs meine Entscheidung, den im Vergleich riesigen Apparat mitgenommen zu haben. Aber dann entdeckte ich etwas merkwürdiges: so sehr viele Leute auch überrascht waren oder fasziniert und mit unverhohlener Neugier auf die vor meinem Bauch baumelnde Kamera schauten, so assoziierten sie den Apparat doch nicht mit der Möglichkeit, damit auch Fotos von ihnen machen zu können. Ich nehme an, dass die meisten von ihnen die Dokumentation über Vivian Maier noch nicht gesehen haben. Und um ehrlich zu sein: einen solch schmelzenden, wunderbaren Hintergrund bekommt man mit einer Ricoh GR nicht hin.

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