It was perhaps the fourth day on the island. I open the double doors to our balcony in the small hotel in Patiri Bay. The smell of burning suddenly hit my nose, as if someone had started a small fire with wood in winter. That’s exactly what it smelled like. The air was hazy, like on a cold winter day. But it was summer. It was warm outside. The otherwise dazzling light becomes dull. Many kilometers away, in Evia, in Thrace, in many places in Greece, it had been burning for days, and the television was constantly showing images of it. So now the first morning in which the events were no longer safely contained behind the television screens. The morning when the fires could be felt and smelled on this small, sporadic holiday island and the darkening of the atmosphere could also be seen here. The days that followed were almost unreal. The sea shimmers blue-green as always, and yet a shadow falls over our stay. When we go to the sea, to the beaches, past the pine trees that are so characteristic of Alonissos, when we explore the villages, the thought keeps creeping up on me that catastrophe is possible at any time and anywhere, including here.






Es war vielleicht der vierte Tag auf der Insel. Ich öffne die Doppeltür zu unserem Balkon im kleinen Hotel in der Bucht von Patiri. Brandgeruch war plötzlich in meiner Nase, als hätte jemand im Winter ein kleines Feuer mit Holz angefacht. Genauso roch das. Die Luft war diesig wie an einem kalten Wintertag. Aber es war Sommer. Draußen war es warm. Das sonst gleissende Licht stumpf. Viele Kilometer entfernt, in Evia, in Thrakien, an vielen Stellen in Griechenland brannte es schon seit Tagen, das Fernsehen zeigte laufend Bilder davon. Nun also der erste Morgen, an dem die Ereignisse nicht mehr sicher hinter den Fernsehbildschirmen eingegrenzt waren. Der Morgen, an dem die Brände auch auf dieser kleinen sporadischen Urlaubsinsel zu spüren, zu riechen, die Verdunklung der Atmospäre auch hier sehen war. Unwirklich fast die folgenden Tage. Das Meer schimmert blaugrün wie immer, und doch fällt ein Schatten auf unseren Aufenthalt. Wenn wir zum Meer gehen, zu den Stränden, an den Pinien vorbei, die so charakteristisch sind für Alonissos, wenn wir die Dörfer erkunden, dann beschleicht mich jetzt immer wieder der Gedanke, dass die Katastrophe jederzeit und überall möglich ist, auch hier.