Remembering last Summer – Greek Islands: Samothraki

I am biased: we have a small house (more a hut than a house) in Samothraki. So this anti-thesis of an cycladic island in the northern aegean always will have a special place in my heart. This year, we nearly got killed in a rockfall. Sometimes one has to work out love – or at least a special kind of relationship. Every time we come to Greece, Samothraki will be the first or last place we visit. May this continue for a long time.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

Ich bin voreingenommen: wir haben ein kleines Haus auf Samothraki (oder eher noch: eine Hütte). Auch deswegen hat diese Antithese einer kykladischen Insel in der nördlichen Ägäis einen speziellen Platz in meinem Herzen. Auch wenn wir in diesem Jahr fast drauf gegangen wären nach einem Steinschlag. Manchmal muss man sich seine Liebe, oder wenigstens eine besondere Beziehung, hart erarbeiten. Immer, wenn wir nach Griechenland kommen, ist Samothraki der erste oder der letzte Ort, den wir besuchen. Möge das noch lange so weitergehen.

Remembering last Summer – Greek Islands: Syros

I visited the island of Syros in the 80’s. Sometime in March. Grey sky, scratched sea. We took the first accommodation they’ve offered us. A souterrain room, a cold and clamp wind whistled by the only window which faced the dooryard. The weathered charme of the proud, once rich port city Hermoupolis, still the capital of the cycladic islands. What a different island we saw this summer. Was it the same island? Crowded, high quality taverns, the old captain houses have been converted into posh hotels. The sea was green, blue and clear.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

Ich besuchte Syros das erste Mal in den 80ern. Irgendwann im März. Grauer Himmel, zerkratzte See. Wir nahmen das erstbeste Zimmer, das uns angeboten wurde. Souterrain, ein Fenster zum Hinterhof, durch das der feuchtkalte Wind zog. Der verwitterte Charme der stolzen, einst reichen Stadt Hermoupolis, immer noch der Verwaltungssitz für alle kykladischen Inseln. Was für eine andere Insel sahen wir in diesem Sommer. War es überhaupt dieselbe Insel? Volle Tavernen, gute Restaurants, die alten Kapitänshäuser zu feinen Hotels umgebaut. Die See war blaugrün und klar.

 

Remembering Last Summer – The Greek Islands: Kea

Now, when the autumn storms across the country, is the right moment to remember last summer. Three islands in the Aegean. The first one: Kea. The incarnation of a cycladic island. A village which runs majestically the full length of a hill. The glistening of the sea in the afternoon sun. A widow in black, who carries some purchases in a blue plastic bag to her home. Not so many tourists, which always is welcomed … by tourists.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

 

 

Jetzt, da die Herbststürme über das Land ziehen, ist der richtige Moment, sich des letzten Sommers zu erinnern. Drei Inseln in der Ägäis. Die erste: Kea. Die Inkarnation einer kykladischen Insel. Ein Dorf, das sich majestätisch über einen Hügel erstreckt. Das Gleissen der See in der Nachmittagssonne. Eine Witwe in Schwarz, die ihre wenigen Besorgungen in einer blauen Plastiktüte nach Hause bringt. Wenige Touristen. Was immer ein gutes Zeichen ist ….. für Touristen.

 

 

Sunday Morning in Duesseldorf (Germany)

From a Cologne point of view the city of Düsseldorf, just 50 km away, is almost  another world. Young, nouveau riche, not really Rhineland but more Westfalen. Not lighthearted, but ambitious. Dynamic – in an efficient yet unsympathetic way.  The City’s trademark: The Königsallee. One has to visit this famous shopping mile on a weekday’s afternoon, and one will be astonished, that poverty in Germany is rising, so many shamelessly rich people are walking past the shop windows. A silky boulevard of vanity. But on a Sunday morning the city presents itself without any make-up. As raw and messy as Cologne.

All pictures are jpegs, taken with the Fuji X100f (Acros Film Simulation Mode).

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

 

 

Aus Kölner Sicht ist Düsseldorf, etwa 50 km entfernt, fast schon eine andere Welt. Jung, neureich, kaum mehr Rheinland, eher schon Westfalen. Weniger leichtherzig, eher schon verbissen. Auf effiziente und unsympathische Weise dynamisch. Symbol dieser anderen Welt ist die Königsallee. Wer einmal an einem Wochentag ab 17:00 Uhr über diese Einkaufsmeile geht, wird sich darüber wundern, dass es in Deutschland zunehmend Armut gibt, so viele erkennbar sehr reiche Menschen laufen an den Auslagen der Geschäfte vorbei. Ein seidener Boulevard der Eitelkeiten. An einem Sonntagmorgen zeigt sich die Stadt dagegen auch mal ungeschminkt. Rings um den Bahnhof herum: der selbe rheinische Siff, den man auch in Köln durchaus bestaunen kann.

Alle Aufnahmen sind jpeg’s mit der Acros – Filmsimulation der Fuji X100f.

 

 

Searching Beauty in the Square Format – Shooting with a Rolleiflex

I still struggle with the square-format of my Rolleiflex camera. As much as I like the fact, that it slows down my photography and forces me to compose the picture with more care, as much as I like  this beautiful gigantic viewfinder, which transforms an ordinary object into a piece of art, it’s a painful struggle for me to fill this square format in a way which is a little more than banal. Blank space in a square format is just that: blank space. It lacks the elegiac character, which can be achieved in a well composed 2:3 format. Because in a 1:1 format the space around the main motive isn’t big enough to breathe. Off course there exist a lot of great pictures shot in square format, just think of Vivian Maier‘s work. But for me …. it’s tough. So I was surprised I got one picture on this sunny morning in Cologne I was happy with. A picture that let’s me believe in the beauty of the square format.

Deutsche Übersetzung unter dem Bild.

 

 

Ich tue mich immer noch schwer mit dem quadratischen Format der Rolleiflex-Kamera-Bilder. So sehr ich es mag, dass sie mich zwingt, mein Fotografieren zu verlangsamen und sorgfältiger zu komponieren, so sehr der Blick durch den übergrossen Sucherschacht selbst das banalste Objekt fast zu einem Kunstobjekt macht, so schwer fällt es mir, den Rahmen des Negativs so zu füllen, dass er nicht banal wirkt. Die Leere in einem 1:1 Format ist blosse Leerstelle. Der Raum um das Hauptmotiv kann in einem 1:1 Format nicht atmen, wirkt schnell komprimiert. Deswegen haftet der Leere in einem 1:1 Format selten etwas Elegisches an, wie man es etwa  aus Filmen kennt. Natürlich gibt es großartige Fotografien etwa von Vivian Maier, die diese Zeilen Lügen strafen. Vielleicht liegt es daran , dass man irgendwann lernt, intuitiv in diesem Format so zu sehen, dass es lebendig, nicht statisch wirkt. Mir fehlt diese Übung, weswegen ich froh war, wenn mir, wie an diesem sonnigen Sonntag mal ein Foto gelang, das mich zufrieden stimmte. Und an die Schönheit des 1:1 Format glauben ließ.

Greece 2017 – Xanthi Street Photography

Xanthi, located in the north-eastern part of Greece called Thrace, not far away from the greek-turkish border, isn’t exactly what’s called a megalopolis. What makes it quite special is the comparatively high share of students – and a strong muslim minority, some with turkish roots. Others are pomaks, slavic or thracian muslims living in Serbia, Greece and Turkey. During our short stay we didn’t see many students but a lot of muslims. On Saturday morning there was a big market, a great opportunity for street photography.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

Xanthi liegt im Nordosten Griechenlands, gar nicht weit entfernt von der griechisch-türkischen Grenze. Die Stadt ist nicht wirklich eine Megalopolis. Was sie in Griechenland besonders macht, ist ihr relativ hoher Anteil an Studenten und ihr großer Anteil an Menschen muslimischen Glaubens, einige mit türkischen Wurzeln, wieder andere sind Pomaken, je nach Betrachtung slawische oder thrakische Muslime, die in Griechenland, Bulgarien und der Türkei leben. Während unseres kurzen Aufenthaltes dort sahen wir nicht viele Studenten, es waren Semesterferien, dafür umso mehr Muslime. Samstags  gibt es in Xanthi einen großen Markt, eine gute Gelegenheit für Street-Fotografie.

Greece 2017 – Athens Street Photography

The first night we arrived in Athens and took place outside a taverna. A young man approached our table. He didn’t want money, he just wanted some bread. Ten minutes later, we heard some explosions, and then people were running towards our taverna. The police was hunting some anarchists, who had destroyed shop windows in the Hermou Street. Welcome to Athens. City of Contrasts. Energy and apathy. Harsh light and dark shadows. And a plethora of characters, you won’t find easily in other places.

Deutsche Übersetzung unter den Bildern.

An unserem ersten Abend in Athen sassen wir draussen in einer Taverne, als ein junger Mann sich näherte. Er bettelte nicht um Geld, er wollte nur etwas vom Brot. Etwa zehn Minuten später hörten wir  Explosionen, und dann kamen ein paar Leute auf die Taverne zugerannt. Polizisten jagten Anarchisten hinterher, die in der Hermou Strasse die Fenster von Geschäften zerstört hatten. Willkommen in Athen. Stadt der Kontraste. Energie und Apathie. Grelles Licht und schwarze Schatten. Und eine Menge an Charaktertypen, die man so leicht nicht an anderen Orten finden wird.