Memories of Movies – Das Bergische Land (near Cologne)

It’s strange, although my mother’s family is originated in the highlands near Cologne, I didn’t visit this region for a long time. Then, a few weeks ago, a friend invited me to stay at his place. And on a foggy day, we went for a walk. The landscape immediately fascinated me. And it wasn’t because of my memories of my childhood, but because I had to think about movies, which came into my mind, when I stomped through the mud. One of them was ‘Antichrist’ directed by Lars von Trier, which in part was filmed in that very region. I remembered the sound the pine cones made, hammering on the roof of the hut the fragile Charlotte Gainsbourg had secluded. This dark, moody, somehow archetypal german landscape. In the mist. The Russian director Andrej Tarkovskij could have drawn it with charcoal, his mind immersed in black melancholy.

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Seltsam, obwohl meine Familie mütterlicherseits aus dem Bergischen Land in der Nähe Kölns stammt, habe ich diese Region viele Jahre nicht besucht. Vor ein paar Wochen dann lud mich ein Freund in sein Haus in der Nähe Kürtens ein. Und an einem nebligen Wintertag gingen wir in der Umgebung spazieren. Die hügelige Landschaft faszinierte mich sofort. Und das lag nicht an Erinnerungen an meine Kindheit, sondern an Filmen, die mir in den Sinn kamen, als wir durch den Matsch stapften. Einer davon war Lars von Triers ‘Antichrist’, der teilweise in dieser Region gedreht wurde. Ich erinnerte den Sound, den die auf’s Dach einer Hütte hämmernden Tannenzapfen machten, in die sich die fragile Charlotte Gainsbourg zurückgezogen hatte.  Diese dunkle, depressive, archetypische deutsche Landschaft. Im Nebel. Der russische Filmautor Andrej Tarkovskij hätte sie so mit dem Kohlenstift zeichnen können, seine Gedanken eingetaucht in schwarzer Melancholie.

Vienna Calling

I just don’t know, why I have to think about Egon Schiele every time, Vienna passes my mind? Maybe because on my first visit, there was an exhibition in the Leopold Museum and a huge poster with one of his skinny and intensely staring creatures stayed in my brain. Nonetheless, after my visit in Budapest, Vienna seemed like the richer and more popular sister to me. Not necessarily more beautiful but with a lot more opportunities. But in photographic terms, I find Budapest more interesting. Maybe I just prefer Cinderellas.

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Ich weiß nicht, warum ich immer an Egon Schiele denken muss, wenn mir Wien in den Sinn kommt? Vielleicht, weil es bei meinem ersten Besuch eine große Schiele-Ausstellung im Leopold-Museum gab, für die ein riesiges Poster mit einer seiner dürren, intensiv starrenden Figuren warb. Das muss sich in mein Hirn eingegraben haben. Aber gleichwie, so bald nach meinem Besuch Budapests, erschien mir Wien wie die reichere und populärere Schwester unter den beiden Städten. Nicht unbedingt die schönere, aber eine mit viel mehr Möglichkeiten. Dennoch. in photographischer Hinsicht finde ich Budapest spannender. Vielleicht bevorzuge ich einfach nur die Aschenputtel.

End of History – Budapest in November 2017

Budapest. November 2017. The first day it was raining, the second day the sun broke through the clouds. People with sinister faces. Workers, waiters, pedestrians. Not a lot of talk in between. The whole atmosphere so unlike the first time I had visited the Hungarian capital in the early 90’s. Back then, you could sense a joyful, optimistic motion throughout the place. The end of history seemed near. A free common market with free, high spirited people in the whole of Europe. A cheerful laughter in the face of a depressing past. Well, today that laughter has turned into … silence. Budapest was mostly silent during our stay.

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Budapest. November 2017. Am ersten Tag regnete es noch, dann kam die Sonne durch. Menschen mit ernsten Gesichtern. Arbeiter, Kellner, Fußgänger. Nicht viel Gerede zwischen ihnen. Die ganze Atmosphäre so anders als bei meinem ersten Besuch in der ungarischen Hauptstadt, in den frühen 90ern. Damals konnte man überall Freude und Optimismus spüren. Das Ende der Geschichte schien nah. Ein gemeinsamer, freier Markt mit freien, ausgelassenen Menschen in ganz Europa. Das aufgeräumte Lachen ins Gesicht einer deprimierenden Vergangenheit.  Das Lachen damals hat sich in Stille verwandelt. Budapest im November 2017 schien mir vor allem … still.

Opening of the Carnival Session in Cologne

Yesterday was the 11th of November. The beginning of the carnival session. This year on a Saturday. Myriads of visitors had been announced, and when I left home I saw them: thousands of mostly young people, some of them in gorgeous colorful costumes, a lot of them already drunk. I took quite a long walk in the city, but I didn’t sense a lot of joy. As if the colours had been washed out by rush and rain. Stumbling over scattered bottles I went home. Back in my apartment I could hear the fainting sound of drums and the howl  of some drunkards.

All pictures taken with the Fuji X100f / Acros Film-Simulation.

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Gestern war der 11.11. Der Beginn der Karnevalssession. Dieses Jahr an einem Samstag. Myriaden von Besuchern waren angekündigt worden, und als ich das Haus verließ, sah ich sie auch schon: Tausende meist junger Menschen, manche von ihnen in phantasievollen, farbprächtigen Kostümen, viele von ihnen bereits betrunken. Ich lief ziemlich lang in der Stadt umher, aber viel Freude habe ich in den meisten Gesichtern nicht gesehen. Als ob die Farben von der Hast und dem Regen weggewaschen worden wären. Über zersplitterte Flaschen stolpernd ging ich nach Hause. Zurück in meiner Wohnung hörte ich den schwächer werdenden Sound von Trommeln und das wolfsähnliche Heulen einer Gruppe von Betrunkenen.

Alle Aufnahmen wurden mit der Fuji X100f (Acros Film Simulation) gemacht.

Remembering last Summer – Greek Islands: Samothraki

I am biased: we have a small house (more a hut than a house) in Samothraki. So this anti-thesis of an cycladic island in the northern aegean always will have a special place in my heart. This year, we nearly got killed in a rockfall. Sometimes one has to work out love – or at least a special kind of relationship. Every time we come to Greece, Samothraki will be the first or last place we visit. May this continue for a long time.

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Ich bin voreingenommen: wir haben ein kleines Haus auf Samothraki (oder eher noch: eine Hütte). Auch deswegen hat diese Antithese einer kykladischen Insel in der nördlichen Ägäis einen speziellen Platz in meinem Herzen. Auch wenn wir in diesem Jahr fast drauf gegangen wären nach einem Steinschlag. Manchmal muss man sich seine Liebe, oder wenigstens eine besondere Beziehung, hart erarbeiten. Immer, wenn wir nach Griechenland kommen, ist Samothraki der erste oder der letzte Ort, den wir besuchen. Möge das noch lange so weitergehen.

Remembering last Summer – Greek Islands: Syros

I visited the island of Syros in the 80’s. Sometime in March. Grey sky, scratched sea. We took the first accommodation they’ve offered us. A souterrain room, a cold and clamp wind whistled by the only window which faced the dooryard. The weathered charme of the proud, once rich port city Hermoupolis, still the capital of the cycladic islands. What a different island we saw this summer. Was it the same island? Crowded, high quality taverns, the old captain houses have been converted into posh hotels. The sea was green, blue and clear.

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Ich besuchte Syros das erste Mal in den 80ern. Irgendwann im März. Grauer Himmel, zerkratzte See. Wir nahmen das erstbeste Zimmer, das uns angeboten wurde. Souterrain, ein Fenster zum Hinterhof, durch das der feuchtkalte Wind zog. Der verwitterte Charme der stolzen, einst reichen Stadt Hermoupolis, immer noch der Verwaltungssitz für alle kykladischen Inseln. Was für eine andere Insel sahen wir in diesem Sommer. War es überhaupt dieselbe Insel? Volle Tavernen, gute Restaurants, die alten Kapitänshäuser zu feinen Hotels umgebaut. Die See war blaugrün und klar.

 

Remembering Last Summer – The Greek Islands: Kea

Now, when the autumn storms across the country, is the right moment to remember last summer. Three islands in the Aegean. The first one: Kea. The incarnation of a cycladic island. A village which runs majestically the full length of a hill. The glistening of the sea in the afternoon sun. A widow in black, who carries some purchases in a blue plastic bag to her home. Not so many tourists, which always is welcomed … by tourists.

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Jetzt, da die Herbststürme über das Land ziehen, ist der richtige Moment, sich des letzten Sommers zu erinnern. Drei Inseln in der Ägäis. Die erste: Kea. Die Inkarnation einer kykladischen Insel. Ein Dorf, das sich majestätisch über einen Hügel erstreckt. Das Gleissen der See in der Nachmittagssonne. Eine Witwe in Schwarz, die ihre wenigen Besorgungen in einer blauen Plastiktüte nach Hause bringt. Wenige Touristen. Was immer ein gutes Zeichen ist ….. für Touristen.